Die Geschichte des Teufelsmoores
Das Moor ist eine gewachsene Landschaft, gebildet durch das unermüdliche Wachstum einer unscheinbaren Pflanze, des Torfmooses. Das Moor zwischen Osterholz-Scharmbeck, Gnarrenburg und Bremen bekam seinen Namen nicht vom Teufel, sondern vom niederdeutschen Wort für taub, unfruchtbar (duven).
Um die sumpfige Niederung großflächig nutzbar zu machen, musste sie trocken gelegt werden. 1751 begannen die Vorbereitungen zu dieser gewaltigen Maßnahme, in deren Verlauf ein dichtes System von Entwässerungsgräben durch die Landschaft gezogen wurde. Entlang der Kanäle, die zum wichtigsten Verkehrsweg wurden, entstanden die ersten Dörfer. Der "königliche Moorkommissar" Jürgen Christian Findorff leitet die Moorkolonisierung. 1892, hundert Jahre nach seinem Tod, errichten die Worpsweder ihm zu Ehren ein Denkmal auf dem Weyerberg.
Den eersten sien Dot,
den tweeten sie Not,
den drütten sien Brot.
In der ersten Generation Tod, in der zweiten Not und in der dritten Brot
Die Bestellung des Landes war schwer, der Boden karg und fruchtarm. Regelmäßige Überschwemmungen vernichteten das wenige, was hätte geerntet werden können. Für die armen Siedler bedeutete dies: "Dem ersten den Tod, dem zweiten die Not, und dem dritten erst das Brot". Auf den Moorflächen stachen die Bauern Torf, den sie auf dem Wasserweg in die erreichbaren Städte fuhren, wo er als Brennmaterial verkauft wurde. Flotten von Torfschiffen mit ihren dunklen Segeln durchzogen die Niederung von Hamme und Wümme, im Jahr 1875 wurden 18.000 Schiffe gezählt, die St. Jürgen passierten.









